Manuelle Medizin & Wirbelsäulengesundheit

Graston-Technik

Wir lösen chronische Gewebeverhärtungen dauerhaft mit speziellen klinischen Instrumenten.

Die Graston-Technik (instrumentengestützte Weichteilmobilisation - IASTM) ist eine evidenzbasierte Methode, bei der speziell entwickelte klinische Instrumente aus Edelstahl zur Behandlung chronischer Verwachsungen und Narbengewebe im Muskel- und Fasziensystem eingesetzt werden. Sie ermöglicht es uns, fasziale Einschränkungen mit der Präzision eines 'Stethoskops' zu erkennen und zu lösen, wo Hände nicht tief oder genau genug hingelangen. Im Wellness Studio in Pendik, Istanbul, bieten wir diesen Service mit unseren speziell ausgebildeten Physiotherapeuten an.

Die Membranen (Faszien), die Muskeln und Knochen bedecken, können sich nach Traumata, Fehlhaltungen oder Operationen strukturell verändern, verkleben und an Flexibilität verlieren. Dies verursacht chronische Schmerzen in vielen Bereichen vom Nacken bis zur Ferse (z.B. Tennisarm, Plantarfasziitis, chronische Knoten). Mit der Graston-Technik werden in diesen Bereichen kontrollierte Mikrotraumata erzeugt, die Durchblutung angeregt und der natürliche Reparaturprozess (Entzündungskaskade) des Körpers neu gestartet.

Diese Technik, die wir bei einer Vielzahl von Personen anwenden, vom Profisportler bis zum Büroangestellten aus Pendik, Kartal, Maltepe und Umgebung, lindert nicht nur Symptome; sie löst das Problem dauerhaft, indem sie sicherstellt, dass sich die Gewebefasern gesund neu bilden. Die Behandlung wird immer durch individuelle Dehn- und Kräftigungsübungen unterstützt.

Für wen ist es geeignet?

  • Personen mit chronischer Muskelverhärtung (Knoten) und Triggerpunkten in Nacken, Schultern und Rücken
  • Personen, die an Tennisarm (Epicondylitis lateralis) oder Golferarm leiden
  • Personen mit Fuß-/Sprunggelenkproblemen wie Achillessehnenentzündung und Plantarfasziitis (Fersensporn)
  • Personen, die nach einer Operation, einem Riss oder einem Trauma Gewebeverwachsungen (Narbengewebe) entwickeln
  • Personen mit faszialer Spannung und Bewegungseinschränkung aufgrund einer Fehlhaltung
  • Professionelle oder Amateur-Sportler, die die Erholung nach dem Training beschleunigen möchten
  • Personen, die an Karpaltunnelsyndrom und Problemen mit den Handgelenkssehnen leiden
  • Personen, die eine tiefere und spezifischere Gewebefreigabe benötigen, wo manuelle Massage nicht ausreicht

Anwendungsphasen

01

Aufwärmen und Beurteilung

Beginnt mit leichtem Cardio oder Wärmeanwendung, um die lokale Durchblutung zu erhöhen. Anschließend untersucht unser fachkundiger Physiotherapeut das Gewebe manuell und mit Instrumenten, um problematische Stellen zu lokalisieren.

02

Instrumentelles Scannen

Spezielle Graston-Instrumente aus Edelstahl gleiten über die Haut und erkennen Verwachsungen, Kristallisationen und Narbengewebe in der Faszienschicht mit "Stethoskop"-Präzision.

03

Mikrotrauma und Lösung

Auf die erkannten Einschränkungen wird in bestimmten Winkeln Reibung ausgeübt. Dieser Prozess startet die natürliche Heilungskaskade (Entzündung) des Körpers neu, indem ein kontrolliertes Mikrotrauma erzeugt wird, wodurch Verwachsungen mechanisch gelöst werden.

04

Dehnen

Unmittelbar nach dem Lösen der Gewebeverwachsungen werden Dehnübungen für die entsprechende Muskelgruppe angewendet, um sicherzustellen, dass sich die Gewebefasern richtig neu ausrichten.

05

Eisanwendung und Übung

Eine Kältetherapie (Kryotherapie) wird angewendet, um eine Überempfindlichkeit nach dem Eingriff zu verhindern, und funktionelle Übungen werden verschrieben, um den gewonnenen Bewegungsbereich zu erhalten.

Vorteile der Behandlung

Mechanischer Abbau chronischer Gewebeverwachsungen und Narbengewebe
Erhöhte Gleitfähigkeit von Muskeln und Faszien, Wiederherstellung der Flexibilität
Neustart des ins Stocken geratenen Gewebeheilungsprozesses
Auswirkungen auf tiefes Gewebe, das durch manuelle Therapie oder Handmassage nicht erreicht werden kann
Deutliche Verkürzung der Behandlungszeit und Beschleunigung des Genesungsprozesses
Starke Reduzierung des Bedarfs an Schmerzmitteln
Verringerung des Verletzungsrisikos und Steigerung der Leistungsfähigkeit bei Sportlern
Langanhaltende, dauerhafte Linderung bei chronischen Sehnenentzündungen

Häufig gestellte Fragen

Tut die Graston-Technik weh?
Es ist normal, ein leichtes Brennen, 'Kribbeln' oder Druck zu spüren, während die Instrumente über das problematische Gewebe (Verwachsung) gleiten. Dieses Gefühl zeigt an, dass Verwachsungen gelöst werden. Unsere Experten passen die Druckintensität vollständig an Ihre Toleranz an und schließen den Eingriff komfortabel ab.
Gibt es nach dem Eingriff Rötungen oder Blutergüsse?
Vorübergehende Rötungen (Petechien) auf der Haut nach der Behandlung sind aufgrund der erhöhten Durchblutung (Hyperämie) und der mikrokapillaren Reaktion ein erwarteter und gewünschter physiologischer Zustand. Leichte Blutergüsse (Ekchymosen) können selten auftreten, klingen aber innerhalb weniger Tage spontan ab.
Welche Instrumente werden für die Technik verwendet?
Die Graston-Technik verwendet 6 verschiedene Instrumente aus medizinischem Edelstahl, die speziell so konzipiert sind, dass sie sich perfekt an die verschiedenen anatomischen Kurven des Körpers anpassen. Da diese Instrumente Gewebeunregelmäßigkeiten als Vibrationen an die Hand des Behandlers weitergeben, ist die Behandlung äußerst präzise und effektiv.
Wie lange dauert eine Sitzung und wie viele Sitzungen bringen Ergebnisse?
Die reine Graston-Anwendung dauert normalerweise 10-15 Minuten, da sie jedoch immer mit ergänzenden Verfahren wie Dehnen, Übungen und Eisanwendungen kombiniert wird, kann die gesamte Sitzungsdauer 30-40 Minuten betragen. In den meisten Fällen werden innerhalb von 4 bis 6 Sitzungen dauerhafte klinische Ergebnisse erzielt, die 1-2 Mal pro Woche angewendet werden.
Kann es bei jedem angewendet werden? Gibt es Kontraindikationen?
Es wird nicht bei offenen Wunden, aktiven Infektionen, fortgeschrittenen Krampfadern, unkontrolliertem Diabetes, der Einnahme von Blutverdünnern, einigen Krebsarten und tiefer Venenthrombose (TVT) angewendet. Vor dem Eingriff erheben unsere erfahrenen Physiotherapeuten eine detaillierte Anamnese (Krankengeschichte), um Ihre Eignung für diese Behandlung sorgfältig zu prüfen.